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Whisky oder Whiskey?

Das Wort selbst hat sowohl einen schottischen (beatha), als auch einen irisch-gälischen (uisce beatha) Ursprung und bedeutet so viel wie „Wasser des Lebens“. In seiner Schreibweise unterscheidet man den schottischen und kanadischen Whisky von dem irischen bzw. amerikanischen Whiskey. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Destillat noch in allen produzierenden Ländern ohne „e“ geschrieben. Um sich damit von der schottischen Konkurrenz zu unterscheiden, begannen einige Brennereien in Dublin, ihre Produkte „Whiskey“ zu nennen. Zwar stammen fast alle Whiskys/Whiskeys aus derselben Spirituosen-Familie (sie werden aus Getreide, Hefe und Wasser hergestellt), aber was beim Scotch Whisky die gemälzte Gerste ist, ist beim Bourbon Whiskey eine Mischung aus Mais und anderen Getreidesorten. Für die Herstellung von Whisk(e)y benötigt man nur drei Dinge: Getreide, Wasser und Hefe. Umso erstaunlicher ist es, zu welcher Aromenvielfalt ein ausgereifter Whisk(e)y es bringen kann. Die Antwort liegt im Herstellungsprozess und richtet u. a. sich danach, welches Getreide verwendet wird und ggf. in welchem Mischungsverhältnis (Gerste, Mais). Eine Rolle spielt außerdem, wie die Gerste gemälzt wird, welche Form die Brennblasen (stills) haben, wie lange der Whisky gelagert wird und das Wasser spielt auch eine Rolle. Das Destillat darf erst unter dem Namen Whisky verkauft werden, wenn er mindestens zwei Jahre (in den USA), in Schottland und Irland drei Jahre gereift ist. Oft lagert er aber sehr viel länger, sodass der Brennmeister stets in die Zukunft blicken und eine Ahnung entwickeln muss, wie sich die Nachfrage in 5, 10 oder 15 Jahren entwickeln könnte.


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