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Wattenmeer in Zahlen und Fakten

 Foto: von Ursula Andresen

Foto: Dr. Thomas Birker

Foto: Jens-Peter Hinz H

Wir haben ihn direkt vor der Haustür und auch Urlauber schätzen die unberührte Natur an den Stränden, im Vorland und im Wattenmeer. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist einer von 16 Nationalparks in Deutschland und der größte zwischen dem Nordkap und Sizilien. Hier ein paar Fakten und Zahlen zum Weltnaturerbe:

- Die Fläche beträgt 4.380 Quadratkilometer, zwischen der Elbmündung im Süden und der dänischen Grenze im Norden.

- Gegründet wurde der Nationalpark 1985 durch das Nationalparkgesetz.

- Entstanden ist das Wattenmeer nach der jüngsten Eiszeit vor 10.000 Jahren. Durch das Abschmelzen der Gletscher stieg der Wasserspiegel an. Organische und anorganische Sedimente lagerten sich in den flachen Küstenregionen ab. So entstand das feinkörnige Schlickwatt und das gröbere Sandwatt.

- Der Nationalpark ist in zwei Schutzzonen unterteilt. Nach dem Nationalparkgesetz ist grundsätzlich alles untersagt, was der Natur oder den Tieren und Pflanzen im Nationalpark schaden könnte. Die Zone 1 ist der ungestörten Entwicklung der Natur vorbehalten und darf – im Gegensatz zur Zone 2 – nicht betreten werden. Im küstennahen Bereich sowie bei geführten Wattwanderungen auf festgelegten Routen sind Ausnahmen möglich.

- Das Wattenmeer ist das vogelreichste Gebiet in Mitteleuropa, zentrale Drehscheibe auf dem Ostatlantischen Zugweg der Küstenvögel. 10 bis 12 Millionen Vögel rasten jedes Jahr im schleswig-holsteinischen Wattenmeer, etwa 100.000 Paare brüten im Nationalpark.

- Nachgewiesen wurden 63 Fisch-Arten, wahrscheinlich sind es mehr. Das Wattenmeer ist die Kinderstube für die Schollen, Heringe und Seezungen der Nordsee. Außerdem leben Meeressäuger wie Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale im Wattenmeer.

- Etwa 2 Millionen menschliche Urlaubsgäste besuchen die schleswig-holsteinische Westküste jährlich. Hinzu kommen 13 Millionen Tagesausflügler.


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