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Sterneninsel Pellworm

Der Leuchtturm von Pellworm. Foto: Sören Lang

So viele Sterne sieht man fast nur auf Pellworm. Foto: Hanel

Windmühle bei Nacht. Foto: Martin Hein

Auf der Insel Pellworm ist es schön dunkel. Dort kann der Sternenhimmel noch fast ungetrübt betrachtet werden. Deshalb wurde Pellworm nun von der International Dark-Sky Association (IDA) als Sterneninseln anerkannt. 

Die Bewohner der Insel haben sich dazu verpflichtet, ihre Nachtlandschaft durch eine deutliche Beschränkung der künstlichen Beleuchtung zu erhalten. Durch die stetig zunehmende künstliche Beleuchtung, besonders durch den wachsenden Einsatz energieeffizienter und kostengünstiger LED-Leuchten, wird die Lichtverschmutzung rapide stärker. Dadurch verlieren die Nachtlandschaften ihr typisches Bild. Pflanzen, Tiere, aber auch Menschen werden zunehmend beeinträchtigt. Die Zahl der Insekten nimmt dramatisch ab, Zugvögel werden von ihren Flugrouten abgelenkt, der Tag-Nacht-Rhythmus wird gestört, wenn die Nacht zum Tag gemacht wird. 

Viele faszinierende Naturschauspiele, wie das Meeresleuchten, nachtleuchtende Wolken, Polarlichter oder die Milchstraße an der Küste, sind durch helle Lichter kaum noch erkennbar. 

Die Insel Pellworm bieten noch eine relativ wenig beeinflusste und natürliche Nachtlandschaft mit einem dunklen, sternenreichen Nachthimmel. Dieser soll durch entsprechende Beleuchtung erhalten bleiben. Deshalb bewarb man sich bei der IDA als „International Dark Sky Community“ – und wurde belohnt. Nun darf sich Pellworm offiziell „Sterneninsel“ nennen. 

Für die Bewerbung wurden Messungen der Himmelshelligkeit durchgeführt, die zeigten, dass Pellworm tatsächlich zu den dunkelsten Regionen Deutschlands gehören. Durch Öffentlichkeitsarbeit sollen die Vorzüge geringer Lichtverschmutzung und des eindrucksvollen Sternenhimmels der lokalen Bevölkerung und den Besucher/innen vermittelt werden. So werden auf der Insel Sternenführungen angeboten und spezielle Himmelsbeobachtungsplätze eingerichtet. Da der Sternenhimmel im Frühjahr, Herbst und Winter besonders gut beobachtet werden kann, wird damit eine zusätzliche Naturattraktion für die touristische Nebensaison genutzt. 

Auf Betreiben des Kur- und Tourismusservice wurden bereits im Jahr 2015 erste Messungen der Himmelshelligkeit durchgeführt, welche die sehr gute Qualität des Nachthimmels bestätigten. Selbst ein Polarlicht war zu beobachten. Dies wird durch die geringe künstliche Beleuchtung auf der Insel selbst, und die weite Entfernung zu starken Lichtquellen, aber auch durch die Abschaltung der Straßenbeleuchtung nach 22 Uhr ermöglicht. 

Mehr Infos auf: www.sterneninsel-pellworm.de


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