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Sauerfleisch aus dem kleinen Dithmarscher Dorf 

Die verschiedenen EKF-Sauerfleischspezialitäten aus Frestedt. 

Eingespieltes Team: Firmenchefin Doris Karstens (Mitte) und die Mitarbeiterinnen Gwen Wrage (re.) und Gaby Timm.   

Aus der Sauerfleischproduktion im Kleinen hat sich ein Fleischereifachgeschäft entwickelt. 

Sauerfleisch und Frestedt – das gehört in Dithmarschen zusammen. Seit mehr als vier Jahrzehnten werden von Familie Karstens in der Geestgemeinde Frestedt  Sauerfleischspezialitäten produziert. Mittlerweile in der 2. Generation.

 

Gegründet hat das Unternehmen Seniorchef Ernst Kastens. Wie es manchmal so ist: mehr oder weniger zufällig. Der Zufall waren berufliche Kontakte zu Fleischlieferanten in Hamburg und Gespräche über  Sauerfleisch „wie bei Oma“. Zu Toast-Hawaii-Zeiten war das in Hamburg immer seltener zu bekommen. „Wir können das“, dachte sich Ernst Karstens, „Versuch macht klug“. Mit Unterstützung der Familie optimierte er – zunächst nebenberuflich – das eigene Hausrezept und vertrieb das  Sauerfleisch zunächst in Hamburg. „Die Produktion passierte abends nach Feierabend. Aus heutiger Sicht ein Irrsinn“, erinnert sich Tochter Doris Karstens an die Anfangsjahre.

Als das Geschäft in Fahrt gekommen war und die Nachfrage stieg, baute Familie Karstens 1983/84 eine neue Produktionsstätte in Frestedt. Noch immer ist das Unternehmen Karstens EKF Dithmarscher Sauerfleischspezialitäten dort tätig, nach mehrmaligen Erweiterungen heute sogar mit einem vollständigen Fleischereifachgeschäft.  „Mittlerweile beschäftigen wir zehn Mitarbeiter“, sagt Doris Karstens, „Kunden kommen aus dem gesamten Umfeld. Und auch Urlauber finden durch Weiterempfehlung den Weg zu uns.“

Kassenschlager Sauerfleisch

Für den Vertrieb ihres Kassenschlagers, dem Dithmarscher Sauerfleisch, konnte Familie Karstens die Edeka Märkte Maron in Meldorf und Albersdorf gewinnen, außerdem Edeka Frauen mit Lebensmittelmärkten in Heide, Brunsbüttel, Itzehoe und Wilster sowie weitere kleinere Partner. Chefin des Unternehmens ist seit längerem schon Fleischermeisterin Doris Karstens. Doch bei der Zubereitung des Sauerfleisches lässt es sich die 80-jährige Firmensenior  nicht nehmen, dabei zu sein. Gekleidet mit weißer Schlachterschürze und Schutzkleidung ist er immer noch voll dabei. 

Das Erfolgsrezept des Frestedter Sauerfleisches verrät Doris Kartens natürlich nicht. Nur so viel: „Die Sauren Rippen werden nach alter Manier mit Essig, Gewürzen und Salz gekocht.“ Die mageren Fleischstücke vom Schwein, von der Pute oder dem Hähnchen werden gepökelt, im Dampf gegart und dann nach unserem Hausrezept in sauren Aspikaufguss eingelegt. Was die Firmenchefin allerdings verrät, ist eine familiäre Essensvariante. Bei der wird das Aspik von den Sauren Rippen entfernt, die Rippen mit Zwiebeln kurz geschmort und dann mit einer milden sauren Sauce serviert.


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