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Lammfleisch vom Erzeuger

Hofladen & Lammspezialitäten und Ferienhof im Neuenfeldwerkoog

Hofladen & Lammspezialitäten und Ferienhof im Neuenfeldwerkoog

Hofladen & Lammspezialitäten und Ferienhof im Neuenfeldwerkoog

Hofladen & Lammspezialitäten und Ferienhof im Neuenfeldwerkoog

Von Ulrike Krickau

 „Warum gibt es kein regionales Lammfleisch zu kaufen?“, fragten Ferienhausgäste von Schäferfamilie Bährs. „Warum muss ich in einer Region, in der Schafe zum alltäglichen Bild gehören, Lammkotelett und Lammfilet aus Neuseeland kaufen?“

Fast 20 Jahre ist das her. Dorthe Bährs hatte damals auch keine Antwort darauf: „Recht haben sie ja. Warum ist das eigentlich so?“ Auf das Sortiment der Supermärkte kann sie keinen Einfluss nehmen, eine Lösung ist ihr trotzdem eingefallen. Denn seit Anfang der 2000er Jahre verkauft Dorthe Bährs das Fleisch der Lämmer ihrer Schäferei auf dem eigenen Hof. Viele kleine Schritte führten schließlich sogar hin zum eigenen Hofladen.

Einer der ersten Schritte bestand in einem Gespräch mit der Lebensmittelaufsicht des Kreises: Was muss jemand beachten, der Fleisch verkaufen will? Die Hürden sind hoch, Fleisch ist schließlich ein Lebensmittel, das mit Achtsamkeit behandelt werden muss. In der Landschlachterei Mewes in Friedrichskoog fand Dorthe Bährs die Partner, die ihr bei der Umsetzung halfen. Dorthe Bährs konnte auch die Fleischstücke vakuumieren und sie anschließend eingeschweißt mit nach Hause nehmen. Sie verkaufte das tiefgefrorene Fleisch. Die zufriedenen Feriengäste fuhren nach Hause zurück – und wollten auch dort gerne das gute Lammfleisch von den Salzwiesen essen. Dorthe Bährs stand vor der nächsten Herausforderung: Kann man frisches Fleisch mit der Post verschicken? Ja, man kann. Dafür bietet DHL einen speziellen Expresslieferdienst an. Heute weiß Dorthe Bährs genau, welche Menge an Fleisch mit welcher Anzahl an Kühlpacks in Styroporkisten verschickt werden müssen. Die Sendungen erreichen innerhalb eines Tages ihren Empfänger.

Billig ist das nicht, alleine der Versand kostet zwischen 34 und 45 Euro, je nach Größe und Gewicht. Dennoch wird dieses Angebot rege nachgefragt. Denn nicht nur in Frankreich gilt das Nordsee-Salzwiesenlamm als Delikatesse. „Unser Lammfleisch braucht keine zusätzlichen Gewürze, die Tiere sind ja würzig aufgewachsen“, erklärt Dorthe Bährs. Außerdem, und auch das ist vielen Menschen zunehmend wichtig, muss das Lammfleisch aus Dithmarschen keine Reise um den halben Kontinent antreten, um beim Kunden anzukommen. Im Vergleich zu dem aufwändigen Transport neuseeländischen und australischen Lammfleisches fällt der individuelle Transport per Paketversand kaum ins Gewicht. Wenn da nicht die Styroporkisten wären. Die meisten Kunden werfen sie zwar nicht einfach weg, sondern nutzen sie beim eigenen Einkauf zum Transport gekühlter Lebensmittel oder zur Aufbewahrung. Trotzdem hält Dorthe Bährs die Augen auf. Vielleicht gibt es schon bald eine umweltverträglichere Alternative. 

2014 kam der eigene Hofladen dazu. Neben Lammfleisch gibt es dort auch eine Verkaufstheke und Kühlregale mit weiteren Produkten wir Käse, Wurst und anderen regionalen Produkten. Mittlerweile hat Familie  Bährs sogar eine eigene Merchandising-Linie: Wattpötte, T-Shirts, Karten und Schürzen mit einem Motto, das für so viele Situationen passt. In einer langen Reihe stehen die braven weißen Schafe, dazwischen grinsend ein schwarzes. Darunter steht: Eens is jümmers dorbi…

Hofladen der Schäferei Bährs, Neufelderkoog 25 in Neufelderkoog, ab 2. April 2020 wieder Donnerstag, Freitag und Samstag geöffnet, Näheres (auch zum Versand) unter www.hof-baehrs.de oder 04856 - 530


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