Ausflugs- und Freizeittipps

Frischer Wind im Speicherkoog

Brunhilde Fitzek (li.), hier mit Mitarbeiterin ????, und ihr Partner Ralf Uhlenberg engagieren sich sehr für die touristische Weiterentwicklung des Speicherkooges.

Der Platz ist da, die Ideen auch. Und langsam nehmen die ambitionierten Pläne auch konkrete Formen an.   

Von Ellen Hinrichs

Frischen Wind gibt es am Nordseedeich ganz real. Ein frischer Wind weht im Speicherkoog Meldorfer Bucht aber auch im übertragenen Sinn, und dieser frische Wind ist in den Köpfen von Menschen entstanden. Vertreter von Kommunen und Naturschutzverbänden, des Nationalparkamtes, Touristiker, aber auch engagierte Küstenbewohner haben eine Vision für die Zukunft des Speicherkooges entwickelt. Trotz der Beliebtheit, der er sich nach wie vor erfreut, ist der Speicherkoog mit den Jahren in die Jahre gekommen, und es fehlt ihm an Modernität.

Genau hier setzt das Konzept zur touristischen Weiterentwicklung des Speicherkooges an. Er soll attraktiver werden – jedoch nicht um jeden Preis. Diesen Weg wären auch die Vertreter des Naturschutzes nicht mitgegangen. Die Pläne des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog sehen vielmehr eine sanfte Entwicklung im Einklang mit der Natur vor, namentlich für die Badestellen Nordermeldorf und Elpersbüttel und für den Meldorfer Hafen. Naturnahes Übernachten soll ermöglicht werden, zum Beispiel für Fahrradtouristen und Wohnmobilisten. Aufgewertet werden soll auch der Meldorfer Hafen durch eine Ferienhaussiedlung und einen Erweiterungsbau des „Wattwurm“, einer Bildungseinrichtung zur Besonderheit des Naturraums. Das alles erfolgt nicht von oben herab, sondern im Dialog mit allen Beteiligten. 

Zwei, die bereits einen ersten Schritt in die neue Richtung gegangen sind, sind Brunhilde Fietzek und Ralf Uhlenberg, die neuen Pächter des Strandkiosks am Badestrand Nordermeldorf. Da sind zunächst die Speisen, die ihrem Motto „regional.frisch.lecker“ folgen. Mit der Grillwurst, die von einem örtlichen Schlachter kommt, mit dem Deichgrafen-Kaffee einer nordfriesischen Rösterei oder der regionalen Deichlimo .„Wir möchten weg vom klassischen Imbissdenken“, sagt Ralf Uhlenberg. Selbstverständlich gibt es die beliebten Pommes rot-weiß und Currywurst, Zutaten und Zubereitung machen den Unterschied und so wird beispielsweise die Currywurst mit einer selbst gemachen Currysauce serviert. Aber es gibt auch saisonale Spezialitäten, wie beispielsweise Matjes. Kundig unterstützt wird das Paar von Inge Wittmaack, einer gestandenen Landwirtsfrau.

Den Namen „Deichzeit“ haben Fietzek und Uhlenberg für ihr Konzept rund um den Nordermeldorfer Kiosk gewählt. Neben dem Kiosk (dem „Deichhaus“) hoffen sie sehr, dass in naher Zukunft im Zusammenspiel mit dem oben genannten Kommunalunternehmen Tourismusförderung das Deichhaus um einen Anbau erweitert und die „Deichkajüte“ hinzukommen kann (eine Art Tiny House für kurzzeitige Übernachtungen). Weiterhin geplant sind das „Deichplateau“ als Zeltgelegenheit für Fahrradfahrer und die „Deichtorhalle“, die nach einer Wattführung Unterschlupf bieten kann. Frischer Wind macht den Kopf frei. Der ganz real existierende und der im übertragenen Sinn.


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