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Friedrichstadt feiert 400. Geburtstag

Auch Rosen prägen im Sommer das Stadtbild. Fotos: Dirk Jacobs

Buntes Treiben auf dem Marktplatz von Friedrichstadt. 

Giebelhaus in Friedrichstadt. Foto: Smidt

Wasserstraßen prägen das Bild von Friedrichstadt. Foto: Hamann

Wassersport auf den Grachten. Foto: Hamann

Der Marktplatz von Friedrichstadt. Foto: Meissner

Kirchen unterschiedlicher Glaubensrichtungen stehen in Friedrichstadt. Foto: Hamann

Grachten, niederländische Giebelhäuser und vor allem Glaubensfreiheit – seit ihrer Gründung im Jahr 1621 prägen diese Begriffe Friedrichstadt, die Stadt an den Flüssen Eider und Treene. In diesem Jahr wird das „Holländerstädtchen“ an der deutschen Westküste 400 Jahre alt. Und das soll trotz Corona auch gefeiert werden. 

Am Anfang des 17. Jahrhundert wollte Herzog Friedrich der III. zu Gottorf eine Handelsmetropole errichten. Seine Wahl fiel auf einen Flecken zwischen Eider und Treene, an der nördlichen Grenze zu Dithmarschen. Dafür holte er Menschen nach Schleswig-Holstein, die sich mit dem Bauen in sumpfigen, von Wasser durchzogenem Gelände auskannten – Holländer. Besonders in den Niederlanden verfolgte Mitglieder der Glaubensgemeinschaft der Remonstranten folgten dem Ruf des Herzogs. Denn er hatte ihnen Religionsfreiheit versprochen. Auch Juden, Mennoniten, dänische Lutheraner oder Katholiken siedelten sich auf Grund der Glaubensfreiheit hier an. Im Jahr 1621 wurde Friedrichstadt gegründet.

Das 400-jährige Bestehen der kleinen Stadt sollte eigentlich in diesem Sommer groß gefeiert werden. „Eigentlich“, sagt Christiane Thomsen, Leiterin des Stadtarchivs sowie des Museums „Alte Münze“ und Mitglied des Festausschusses. „Aber wegen der Pandemie müssen wir wohl Einschränkungen in Kauf nehmen.“ Geplant war für dieses Jahr ein großes Musical über die Stadtgeschichte. „Das ist auch schon komponiert“, erklärt Thomsen. „Daran sollen vor allem Friedrichstädter Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Aber wie sollten wir jetzt proben?“ So werden die Vorstellungen von „Am Markt“, so der Titel, wohl erst im Jahr 2022 zu sehen sein. Mehr Infos zum Musical: www.musical-2021.de.

Stattfinden wird aber sehr wahrscheinlich ein großer Festakt auf dem historischen Friedrichstädter Marktplatz mit vielen Veranstaltungen drumherum, etwa einem Umzug auf den Wasserstraßen der Stadt. Das Datum steht schon fest: 24. bis 26. September. Zudem soll eine Fotoausstellung in der ehemaligen Synagoge ein aktuelles Bild der Stadt vermitteln. Geschäftsleute können sich den großformatigen Abzug eines historischen Fotos ihres Firmensitzes bestellen. „Von solchen Bildern haben wir genug im Stadtarchiv“, sagt Christiane Thomsen. Diese alten Bilder in den Schaufenstern könnten dann so eine Art Rundgang durch das historische Friedrichstadt sein - mit seinen Grachten, Giebeln und Gotteshäusern.


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