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Am Anfang war der Apfel

Seit Adam und Eva von der verbotenen Paradiesfrucht Apfel naschten, steht der Apfel symbolisch für die Versuchung. Aber war es wirklich der Genuss eines Apfels, der die Menschen für immer aus dem Garten Eden vertrieb? Könnte es nicht auch der Feigenbaum gewesen sein, von dem die Adam und Eva naschten? Denn schließlich bekleideten sich nach dem Sündenfall mit Feigenblättern und nicht mit Apfelblättern. Wer weiß, ob es nicht eine Verkettung von gleich mehreren Interpretationsfehlern war, die den Apfel – in diesem Fall völlig zu Unrecht als sündige Frucht und Corpus Delicti branntmarkte –, wie nicht wenige Bibelforscher vermuten.

Seit Adam und Evas Sündenfall ist es sehr, sehr lange her. Und beim herzhaften Biss in einen Apfel denken wir Deutschen an alles Mögliche, doch wohl eher selten an die biblische Schöpfungsgeschichte. Der Apfel ist des Deutschen Lieblingsfrucht. Und wie es sich gehört in Deutschen Landen, gibt es für eine so wichtige Frucht einen Ehrentag – und zwar am 11. Januar 2020 der „Tag des deutschen Apfels“. Übrigens sind wir Deutschen nicht die einzigen, die dem Apfel huldigen, am 13. Mai feiert die US-Amerikaner den „National Apple Pie Day“, den nationalen Tag des Apfelkuchens.

Dem Apfel wird eine Wirkung als Heilmittel zugeschrieben. Als anglikanisches Sprichwort lautet: „An apple a day takes a doctor away“, sinngemäß übersetzt: „Iss jeden Tag einen Apfel und du brauchst keinen Doktor“. Der Apfel zählt in den medizinischen Systemen und vor allem auch im Ayurveda zu den reinigenden Heilmitteln. Als Wirkungen werden ihm u. a. eine sanft abführende Wirkung zugeschrieben, er gilt als blutreinigend, gut für Augen und Haut und regt die Lebertätigkeit an.

Durch den Apfel ist kinderleicht, einen tüchtigen Schubs Vitamine mit in die kalten Jahreszeit zu nehmen. Viele Sorten können bis in den Spätwinter hinein lagern. Außerdem sind Äpfel in Lebensmittelmärkten ganzjährig frisch zu bekommen.

Einschub Der Apfel ist seit dem Mittelalter in Europa heimisch. Ursprünglich stammt er aus Asien. Von A wie dem Aachener Hausapfel bis Z wie Zitronenapfel umfasst allein die deutsche Sortenliste mehr als 7600 Namen, weltweit gibt es sogar mehr als 30 000 Apfelsorten.


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