Essen und Trinken

Leerer Teller – gutes Wetter?

Nicht zu viel auf einmal bitte ... wer soll das denn alles aufessen?

Wenn der Joghurt nicht schmeckt. Sind so vielleicht die ersten Gesichtsmasken entstanden?

Wenn du das nicht aufisst, gibt es morgen schlechtes Wetter! 

Wie viele Millionen unschuldige Kinder sitzen täglich am Küchentisch und versuchen sich zu überwinden, damit sie morgen wieder draußen spielen können? Was wie ein Drama klingt, ist die harte Wirklichkeit. Aber woher kommt dieser Spruch überhaupt? 

Man könnte meinen, der Ursprung dieser Aussage beruhe nur auf der Überwindung kindlicher Barrieren bei der Nahrungsaufnahme. Tatsächlich geht die Kausalität zwischen Essensresten und meteorologischen Auswüchsen auf eine falsche Übersetzung des Plattdeutschen zurück. Da bekam man oft zu hören: 

„Un wenn du alles opeeten dost, dann gift et morgen wat goods wedder!“ 

Sinnhaft drückt der Satz aus, dass morgen wieder („wedder“) etwas Gutes (wat goods) auf den Tisch kommt, wenn heute alles aufgegessen wird, denn alles was heute übrig bleibt, wird morgen aufgewärmt – und das schmeckt meistens nicht mehr genauso gut. 


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